Urban Gardening im Kontext von Foucaults ‘Von anderen Räumen’. Sind urbane Gärten Heterotopien?

Urban Gardening im Kontext von Foucaults ‘Von anderen Räumen’. Sind urbane Gärten Heterotopien?

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Artikelnummer: 6909800057257235 Kategorie:

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Didaktik – Deutsch – Literatur, Werke, Note: 1,3, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik), Veranstaltung: Wem gehört die Stadt?, Sprache: Deutsch, Abstract: Einstellungen über spießige Kleingartenanlagen in denen Hobbygärtner Tomaten anpflanzen und Kohlköpfe ziehen, weichen einer neuen urbanen Bewegung, die sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Viele Stadtmenschen werkeln gerne im Garten und leben dabei ihren ¿grünen Daumen¿ aus. Es geht um die Hinwendung zum Selbermachen, wobei die Natur mitten in der Stadt genutzt werden soll. So bieten Gemeinschaftsgärten Erfahrungsräume, in denen ein neues Verständnis von Urbanität erzeugt wird. Doch welche Motivation steckt hinter der Aneignung des Raumes, bei der Gegensätze von Stadt und Land, Gesellschaft und Natur ins Wanken geraten? In der folgenden Ausarbeitung beschäftige ich mich zu Beginn mit dem Aufsatz ¿Von anderen Räumen¿ von Michel Foucault, in dem es um Räume geht, die gesellschaftliche Gegenmodelle realisieren. Welche Vorstellung von Raum bzw. Räumen entwirft Foucault? Wie platzieren sich darin Heterotopien? Und was ist das ¿Andere¿ dieser Heterotopien? Zur näheren Bestimmung dessen, was Raum und Zeit ist, betrachte ich die von Foucault vorgestellte Heterotopie des Gärtnerns. Dabei beziehe ich mich auf Untersuchungen der Soziologin Silke Borgstedt, die über nachhaltige Lebensstile und neue Wohlstandsmodelle forscht. In ihren Untersuchungen spielen urbane Gärten eine zentrale Rolle. In einer kritischen Lesart setze ich mich anschließend mit einigen von Foucault aufgestellten Grundsätzen der Heterotopien auseinander, indem ich Schnittstellen und Abweichungen vom urbanen Gärtnern aufzeige. Darauf aufbauend stelle ich im dritten Kapitel weitere Vermittlungs- und Aneignungsformen des Gärtnerns vor. Dabei nehme ich Bezug auf meinen späteren Berufsalltag als Grundschullehrerin und lege in Auseinandersetzung mit der Gegenwart dar, wie das Gärtnern Kindern und auch Erwachsenen näher gebracht werden kann. Gibt es hier Übereinstimmungen mit den von Silke Borgstedt beschriebenen zentralen soziokulturellen Strömungen? Weiterhin soll anhand des neuen Raumkonzeptes des Museums Angewandte Kunst auf eine mögliche Verknüpfung zweier Räume hingewiesen werden. In einem abschließenden Fazit stelle ich die gesammelten Raumerfahrungen dem Begriff der Raumaneignung gegenüber und setze sie in Bezug zu dem Seminartitel ¿Wem gehört die Stadt?¿ Ein kurzer Ausblick auf weitere interessante Forschungsbereiche zum Thema urban gardening schließen die Arbeit ab.

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