Ren├ę Girard und seine mimetische Theorie

Ren├ę Girard und seine mimetische Theorie

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Artikelnummer: 6909800015948768 Kategorie:

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik – Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universit├Ąt T├╝bingen (Deutsches Seminar), Veranstaltung: Einf├╝hrung in die mimetische Theorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Zun├Ąchst erscheint es als ├Ąu├čerst sinnvoll, das Zentrum von Ren├ę Girards Theorie, n├Ąmlich die Mimesis, genauer zu definieren. In dieser Arbeit wird Mimesis bzw. Nachahmung ohne einen damit direkt verkn├╝pften Denkvorgang im Sinne ├ëmile Durkheimers definiert:’Es liegt Nachahmung vor, wenn einer Handlung unmittelbar die Vorstellung einer ├Ąhnlichen, von einem anderen vorher vollzogenen vorausgeht, ohne da├č [sic!] sich zwischen Vorstellung und Ausf├╝hrung explizit oder implizit irgendein Denkvorgang einschaltet, der diese Handlung ihrem Wesen nach durchdringt.’1Platon l├Ąsst sich in seinem ‘Staat’2 im Zuge einer Abstufung anhand des Stuhlbeispiels sowie den folgenden Passagen eher abf├Ąllig ├╝ber Mimesis bzw. Nachahmung aus. Es gebe drei St├╝hle, wobei nur der von Gott geschaffene erste Stuhl tats├Ąchlich der wahrhaft Seiende sei und sowohl der vom Handwerker geschaffene als auch der vom Maler portr├Ątierte blo├če Abbilder darstellen.Nichtsdestotrotz geht Platon in seinem Dialog sogar so weit, den Maler, der stellvertretend f├╝r die Kunst steht, als Nachahmer des vom Handwerker angefertigten Scheinbildes zu bezeichnen3. Damit wertet der die Mimesis mit Sorge betrachtende Platon die Mimesis ab und charakterisiert diese als negativ. Doch im Unterschied zu Platon wertet dessen Sch├╝ller, Aristoteles, die Mimesis weniger negativ. Die Nachahmung sei dem Menschen angeboren und unterscheide jenen von den Tieren. Des Weiteren lerne der Mensch durch Mimesis und habe Freude daran.4 Doch ebenso wie Platon beschr├Ąnkte Aristoteles das Ausma├č der Mimesis auf reine Repr├Ąsentationen und ├äu├čerlichkeiten wie Gestik und Mimik, sodass der Bereich der Aneignungsmimesis in der geistigen Tradition Europas bis in die Gegenwart ausgeklammert wurde.[…]1 ├ëmile Durkheimer: Der Selbstmord. ├ťbersetzt aus dem Franz├Âsischen von Sebastian und Hanne Herkommer. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft, Bd. 431), 1983, S.132.2 Platon: Der Staat. ├ťbersetzt und herausgegeben von Karl Vretska. Stuttgart: Reclam Verlag (ND der bibliographisch erg├Ąnzten Ausgabe von 2000), 2008 (im Folgenden zitiert als ‘Platon, Staat’).3 Vgl. ebd., S.434ff bzw. 10. Buch, 597b-598b.4 Vgl. Aristoteles: Poetik. Griechisch / Deutsch. ├ťbersetzt und herausgegeben von Manfred Fuhrmann. Stuttgart: Reclam Verlag (ND der bibliographisch erg├Ąnzten Ausgabe von 1994), 2005, S.11 bzw. Poet. 4, 1448b5-15.

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