Soziale Aspekte der verzögerten Nachahmung

Soziale Aspekte der verzögerten Nachahmung

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Artikelnummer: 6909800049923973 Kategorie:

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Psychologie – Entwicklungspsychologie, Note: 2,0, Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main, Veranstaltung: Das Nachahmen bei SĂ€uglingen – methodologische, kognitive und soziale Aspekte, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Nachahmung neuer Handlungen ist eine typische menschliche FĂ€higkeit, denn nicht kognitiven Eigenschaften sind fĂŒr das Nachahmungslernen verantwortlich, sondern spezielle soziale Erfahrungen. Diese Aussage trafen Tomasello und andere nach einer Studie im Jahr 1993, in der sie die Nachahmungsleistung von Schimpansen mit der von 18- bis 30-monatigen Kindern verglichen. Es stellte sich heraus, dass die von der Mutter aufgezogenen Schimpansen kaum zur Nachahmung fĂ€hig waren, die menschlich sozialisierten Schimpansen aber teilweise besser abschnitten, als die Kinder: ‘ […] In the case of nutcracking […] young chimpanzees may acquire the behavior because: (1) adult practitioners leave nuts and stone hammers in close proximity to a suitable substrate (i.e. they inadvertently provide propitious learning conditions ); (2) young chimpanzees are naturally drawn to objects adults have interacted with (local or stimulus enhancement); and (3) chimpanzees have very powerful abilities of individual learning an inventivness. The combination of stimulus enhancement an individual learning is clearly a very potent form of social or observational learning, but it is not imitative learning […].'(Natour, 2001)Das Auftauchen von neuen sozial-kognitiven FĂ€higkeiten fĂŒhrt Tomasello auf die von ihm so bezeichnete ‘Neun-Monats-Revolution’ zurĂŒck. Seiner Theorie nach verstehen SĂ€uglinge ab dem neunten Monat bereits andere Menschen als intentional agents,also als intentional handelnde Wesen. Der SĂ€ugling beherrscht die joint attention, das bedeutet, er kann dem Blick des Interaktionspartners folgen. Außerdem entsteht das social referencing, die Nutzung von Bezugspersonen als Informationsquelle. Die Theorie, dass dieses Verhalten bereits naives psychologisches Wissen impliziere ist allerdings umstritten. Unumstritten ist die Aussage, dass Nachahmung eine wesentliche Rolle in der Herausbildung des personalen Selbst spielt. Die Spiegelung von eigenen Handlungen durch ein GegenĂŒber ermöglicht erste AnsĂ€tze von Selbsterkenntnis. Dieser Vorgang wird als social mirroring bezeichnet. Der Mittelpunkt dabei ist folgende Erkenntnis: ‘andere sind wie ich und ich bin wie andere'(Natour, 2001) Das Kind lernt, dass die Handlungen seines GegenĂŒbers nicht zufĂ€llig entstehen, sondern dass es selbst der Ursprung der Handlungen ist. Dadurch erkennt es seinen Einfluss auf das Handeln des GegenĂŒbers. […]

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