Vereinte Nationen und das Kosovo

Vereinte Nationen und das Kosovo

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Artikelnummer: 6909800106940204 Kategorie:

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik – Internationale Politik – Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,7, Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main (Institut fĂŒr Politikwissenschaft), Veranstaltung: Die WidersprĂŒche friedenspolitischer Interventionen. Das Beispiel Kosovo 1999-2008, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 17. Februar 2008 entstand mit der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung Kosovos der jĂŒngste Staat in Europa. Damit verwirklichte die albanische Mehrheitsbevölkerung in der zuvor serbischen Provinz Jugoslawiens einen Jahrzehnte alten Traum. Die SouverĂ€nitĂ€t dieses neuen Staates ist von den USA, vielen europĂ€ischen und anderen Staaten anerkannt worden. Ein nicht unbedeutender Teil der Weltgemeinschaft hĂ€lt die einseitige UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung des Kosovo, die keine Legitimation durch die VN besitzt, hingegen fĂŒr völkerrechtswidrig . Prinzipiell geht es im Kosovo-Konflikt Âżum die Herrschaft ĂŒber ein klar umgrenztes Territorium Âż allerdings nicht zwischen zwei souverĂ€nen Staaten (Albanien hat nie einen Anspruch auf das Kosovo erhoben), sondern zwischen zwei Volksgruppen, die beide auf diesem Territorium leben Âż. Seit dem Ende des Luftkrieges der NATO im Juni 1999 steht das Kosovo unter der Verwaltungshoheit der Vereinten Nationen (VN). Die United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) hat den umfassenden Auftrag, den Frieden wiederherzustellen und den Wiederaufbau zu betreiben. Sie hat neben Peace-keeping auch die Aufgabe, Peacebuilding zu betreiben und die Entwicklung provisorischer Einrichtungen zur demokratischen Selbstregierung zu ĂŒberwachen. Schwerpunkt dieser Arbeit soll diese Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK) mit ihrer Arbeitsweise und Struktur darstellen. Dabei soll vor allem auf den Widerspruch zwischen Nation- und State-building eingegangen werden. Die internationale Gemeinschaft befindet mit ihrem Engagement im Kosovo dahingehend in einem Widerspruch, als dass ihre Handlungen nicht immer ihre VorsĂ€tze wiedergespiegelt haben. So wird der UNMIK beispielsweise hĂ€ufig vorgeworfen, im Kosovo State-building betrieben zu haben, obwohl sie ihrem Auftrag zufolge lediglich im Rahmen des Peace- und Nation-building agieren sollte. Obwohl die Vorgabe von allen westlichen LĂ€ndern in den Statusverhandlungen diejenige war, dass eine UnabhĂ€ngigkeit des Kosovo nicht zur Debatte stehe, so erkannte doch ein Großteil dieser LĂ€nder den unabhĂ€ngigen Staat Kosovo im Jahr 2008 an. Es soll vor allem darum gehen, herauszufinden, ob die VN mit ihrem Aufbau von Institutionen den Kosovo-Albanern den Weg in die UnabhĂ€ngigkeit geebnet haben, oder ob dies nur eine nicht zu verhindernde Folge war, wenn man effektives Konfliktmanagement in der Krisenregion ÂżBalkanÂż betreiben will.

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