Die Zinsschranke. Ausgestaltung und empirische Befunde

Die Zinsschranke. Ausgestaltung und empirische Befunde

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Artikelnummer: 6909800096143208 Kategorie:

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich BWL – Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,3, Johann Wolfgang Goethe-Universit├Ąt Frankfurt am Main (House of Finance), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit besch├Ąftigt sich mit der Ausgestaltung der Zinsschranke. Dabei wird zu Beginn auf Funktion und Inhalt der Schranke eingegangen und anschlie├čend anhand empirischer Befunde deren Wirkung gezeigt. Mit dem Inkrafttreten der Unternehmenssteuerreform von 2008 gingen erhebliche ├änderungen im deutschen Steuerrecht einher. Mit dem Ziel das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, wurde unter anderem entschieden, die K├Ârperschaftssteuer auf 15 % und die Messzahl der Gewerbesteuer auf 3,5 % herabzusetzen. Die damit einhergehenden Steuerausf├Ąlle sollten durch diverse Gegenfinanzierungsma├čnahmen ausgeglichen werden. Hierzu z├Ąhlte neben der Abschaffung der Abzugsf├Ąhigkeit von Gewerbesteuern als Betriebsausgaben sowie der Abschaffung der degressiven Abschreibung insbesondere die Einf├╝hrung der Zinsschranke. W├Ąhrend die der Zinsschranke vorhergehende Regelung in 8a KStG lediglich zur Nichtabzugsf├Ąhigkeit bestimmter Zinsaufwendungen aus grenz├╝berschreitender Fremdkapitalfinanzierung durch ausl├Ąndische Gesellschafter f├╝hrte, sollte die neu eingef├╝hrte Zinsschranke allgemein verhindern, dass das in Deutschland zu versteuernde Ergebnis eines Unternehmens gezielt klein gehalten wird, indem vergleichsweise hohe Zinsaufwendungen als Betriebsausgabe vom Ergebnis abgezogen werden. Erkl├Ąrtes Ziel der Zinsschranke war dementsprechend auch die Bek├Ąmpfung dieser steueroptimierenden Gestaltungsm├Âglichkeit in Deutschland, die nicht nur zu einer systematischen Erosion der Steuerbemessungsgrundlage in Deutschland, sondern aufgrund der daraus resultierenden hohen Fremdkapitalquoten vor allem zu erh├Âhten Insolvenzrisiken gef├╝hrt hatte. Inwieweit die Einf├╝hrung der Zinsschranke nach ├╝ber zehn Jahren tats├Ąchlich zu einer allgemeinen Reduzierung der Fremdkapitalquoten in Deutschland gef├╝hrt hat, ist indessen umstritten. Zun├Ąchst ist sich die Literatur Buslei und Simmler (2012), Dre├čler und Scheuering (2012) und Alberternst und Sureth (2015)) zwar insoweit einig, als nach Einf├╝hrung der Zinsschranke eine – im Vergleich zu den Jahren vor 2008 – st├Ąrkere Reduktion der Fremdkapitalquoten der von der Zinsschranke betroffenen Unternehmen stattgefunden hat. Es besteht einstweilen jedoch Uneinigkeit hinsichtlich der Gr├Â├čenordnung dieser Ver├Ąnderungen.

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